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25. Mai
bis 3. Juni im Festspielhaus Baden-Baden
Die
zehnten Herbert von Karajan Pfingstfestspiele

Christian
Thielemann bei den Pfingstfestspielen in
Baden-Baden am 31. Mai 2007
Christian Thielemann, der "Chef" der Münchner
Philharmoniker offerierte dem Publikum in
Baden-Baden mit seinem Strauss-Wagner-Programm eine
profunde Klangarbeit. Der Dirigent zeigte seine
Liebe zu heftigen Kontrasten und erfreute die
Liebhaber der üppigen Klangekstasen. Die
Philharmoniker begannen sehr klangbetont mit "Don
Juan" einer Tondichtung nach Nikolaus Lenau.
Die "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss
wurden von der amerikanischen Starsopranistin
Deborah Voigt vorgetragen, die sich teilweise etwas
schwer tat gegen das klanggewaltige Orchester
anzusingen.
Nach der Pause wechselte Christian Thielemann mit
den Philharmonikern zu Richard Wagner, und zeigte
die Stärken, für die er seit seinem
gefeierten Bayreuther Ausnahme-Ring vom Vorjahr als
führende Autorität gelten darf. Im
"Siegfried-Idyll" war besonders die wunderbar
geblasene Oboenidylle im Herzen des Stücks
hervorzuheben.
Im Finale des Programms, dem Tristan-Vorspiel und
Isoldes Liebestod zeigte Deborah Voigt das ganze
Potential ihrer Stimme. Thielemann trug sie
förmlich auf Händen und begleitete sie in
dem Strom chromatischer Steigerungen.
Das Publikum lauschte gebannt und war begeistert
von dieser perfekten orchestralen Balance und
Disziplin.
Marion Meloni, Rheinmünster
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Deborah
Voigt, Sopran
Christian Thielemann, Dirigent
Münchner Philharmoniker
Richard Strauss
"Don Juan" Tondichtung für Orchester Op.
20
"Vier letzte Lieder"
Richard Wagner
Siegfried-Idyll E-Dur WWV 103
Vorspiel und Liebestod aus "Tristan und Isolde"
Christian Thielemann dirigiert Strauss und Wagner,
Deborah Voigt singt – da muss man nichts mehr
loben, da wirkt jedes Lob als sträfliche
Untertreibung. Doch manchmal tragen wir liebend
gerne Eulen nach Athen, deshalb: Gehen Sie hin. Es
erwartet Sie schierer klanglicher Luxus –
dargeboten von einem, der aus Orchestern Funken
schlagen kann wie kaum ein anderer. Thielemann
bekennt sich zur Ekstase. Das passt perfekt zu
Strauss und Wagner, die musikalisch ganze Welten
aushoben. Deshalb, zum letzten Mal: Gehen Sie hin.
Dieses Konzert wird toll werden. Für solche
Konzerte wurden Konzertsäle überhaupt
erst gebaut. (PR)

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