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25. Mai
bis 3. Juni im Festspielhaus Baden-Baden
Die
zehnten Herbert von Karajan Pfingstfestspiele

Programm 2007:
Im Rahmen
der Herbert von Karajan Pfingstfestspiele 2007
bestritt Ivo Pogorelich am 26. Mai einen
Klavierabend:
Ivo Pogorelich, einer der eigenwilligsten Pianisten
der aktuellen Klassik-Szene, verzauberte am
Samstagabend das Publikum im Festspielhaus in
Baden-Baden mit Werken von Brahms, Prokofjew,
Granados und Ravel. Seine Programme werden von ihm
höchst eigenwillig zusammengestellt und auch
so gespielt. Das verlangt vom Zuhörer
höchste Aufmerksamkeit und auch
Aufnahmefähigkeit.
Sein Spiel ist voller Dynamik und doch so
würdevoll, so dass jede Musik unter seinen
Händen zum Ereignis wird. Er lädt die
Zuhörer ein, sich bei seinem kraftvollen und
klangvollen Spiel der Magie des Augenblicks
hinzugeben. Es ist beeindruckend, wie er - wie kein
anderer - mit der linken Hand nur willkürlich
scheinende, aber immer den Sinn verdeutlichende
Akzente setzt.
Pogorelich erinnert an einen Zen-Meister -
beeindruckend doch immens präsent. Das
Publikum bedankte sich bei Pogorelich mit tosendem
Beifall und erfreute sich an seiner Zugabe von Mily
Balakirew.
Ivo Pogorelich unterwirft sich dem obersten Gebot
des Klanges. Wer sich als Zuhörer dem hingeben
kann, begreift wieder, warum Musik für den
Menschen so existentiell wichtig und unverzichtbar
ist.
Marion Meloni, Rheinmünster
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Ivo
Pogorelich
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 23 f-Moll Op. 57,
"Appassionata"
Franz Liszt
Mephisto-Walzer Nr.1
Enrique Granados
"Goyescas"-Suite für Klavier nach 6 Bildern
von Goya
Die meisten Pianisten kennt man, weil sie
Wettbewerbe gewinnen, Ivo Pogorelich hin gegen
wurde berühmt, als er einen verlor. Es war
1980 in Warschau: Bei dem renommierten
Chopin-Wettbewerb schied er schon in der dritten
Runde aus, worauf das prominenteste Jurymitglied
Martha Argerich das Gremium sofort verließ
("Der Mensch ist ein Genie!", soll sie gesagt
haben) - ein Protest, der Pogorelich auf Anhieb
breiteste internationale Aufmerksamkeit sicherte.
Diese ist ihm bis heute geblieben: Ivo Pogorelich
gilt als der unkonventionellste und in seinen
Interpretationen auch unberechenbarste Pianist der
Gegenwart - beste Voraussetzungen für eine
begnadete "Appassionata". (PR)

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