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Pfingstfestspiele Baden-Baden

 

 

 

25. Mai bis 3. Juni im Festspielhaus Baden-Baden

Die zehnten Herbert von Karajan Pfingstfestspiele




Am 1. und am 3. Juni 2007 war Anne-Sophie Mutter im Rahmen der Pfingstfestspiele wieder im Festspielhaus zu erleben.

Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis bei den Pfingstfestspielen 2007 in Baden-Baden

Anne-Sophie Mutter präsentierte ihrem Publikum in Baden-Baden Violinsonaten von W.A. Mozart und demonstrierte ein weiteres Mal, wie Mozart vorbildlich zu musizieren ist. Sie ist eine Musikerin die ihre ganz persönlichen und musikalischen Vorstellungen verwirklicht - sie weiß genau, was sie tut.

Gemeinsam mit dem äußerst achtsamen Pianisten Lambert Orkis begann Anne-Sophie Mutter mit der Sonate für Klavier und Violine C-Dur KV 296. Das Duo spielte fünf Sonaten an diesem Abend und verlieh jeder einzelnen ein individuelles musikalisches Profil. Lambert Orkis war in allen Aspekten nicht nur ein vorzüglicher sondern auch gleichwertiger Kammermusikpartner. Sein Spiel diente der Musik!

Die bedeutendste Geigerin unserer Zeit und der hervorragende Pianist ergänzten sich perfekt, obwohl oder gerade weil jeder von ihnen seiner eigenen Spielweise treu bleibt. Ein Dialog zwischen Violine und Klavier; teilweise ein leichtes Innehalten und dann wieder ein um so überzeugenderes Zupacken in der Darlegung der Themen.

"Noch mehr Mozart?" fragte Anne-Sophie Mutter bei der ersten Zugabe. Und ob, das dankbare Publikum des Festspielhauses wollte natürlich noch mehr Mozart. Wie so oft in Konzerten, waren auch an diesem Abend die Zugaben die schönsten. Ein begeistertes Publikum bedankte sich frenetisch bei den beiden großartigen Künstlern.

Marion Meloni, Rheinmünster


 

Anne-Sophie Mutter
Mozart-Violinsonaten (I)

Anne-Sophie Mutter, Violine
Lambert Orkis, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonaten für Klavier und Violine
C-Dur KV 296
F-Dur KV 377
D-Dur KV 306
Es-Dur KV 302
A-Dur KV 526

Einer Mozart-(Violin-)sonate nähert man sich am besten wie einer Miniaturzeichnung – die jedoch alles dafür tut, um wie ein riesiges Gemälde zu wirken. So ist zwar vieles klein, fein und zerbrechlich, doch das hindert Mozart nicht daran, die großartigsten Effekte anzugehen. Eine Musik, so intim wie theatralisch; wie dieser Widerspruch sich in Wohlgefallen auflöst, hören Sie am besten am langsamen Satz der A-Dur-Sonate. Mozart dünnt hier die Musik bis zur Zweistimmigkeit aus und schafft es dennoch, den Satz auf schon sinfonische zwölf Minuten auszubreiten. Und was für ein Satz das ist! Voll vielfältigster Schattierungen und verhangener Moll-Effekte. Mozarts Genie kennt keine Beschränkungen – im Großen nicht, und schon gar nicht im Kleinen. (PR)


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