Andreas Mölich-Zebhauser

 

 

"Mittelmaß ist unser Tod!"

Andreas Mölich-Zebhauser

studierter Geschichts- und Deutschlehrer mit Zweitstudium Betriebswirtschaft, Jura und Musikwissenschaften, arbeitete zwölf Jahre lang beim Musikverlag Ricordi, zuletzt als künstlerischer Leiter.

1998 wechselte er aus einem progressiven Experiment, dem "Ensemble Modern" in Frankfurt am Main, welches er sechs Jahre geleitet hatte, in den "Kommerzbunker Festspielhaus" Baden-Baden, wie das Haus, das kurz vor der Pleite stand, damals gern bezeichnet wurde.

Mölich-Zebhauser verstand es, in relativ kurzer Zeit Bedingungen zu schaffen, die den Fortbestand des Hauses sicherten. Priorität für ihn war in der ersten Zeit, das Publikum wieder für das Festspielhaus zu gewinnen und die gravierenden Fehler seiner Vorgänger auszumerzen.

Mölich-Zebhauser: "Wir haben alle Arroganz über Bord geworfen und das Preisgefüge deutlich nach unten korrigiert. Wir sind auf die Leute zugegangen und haben zu ihnen gesagt: Wir wollen Euch hier haben und nicht nur den Hundertmarkschein von Euch, wir wollen Euch eine Freude machen."

Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, arbeitet man im Festspielhaus mit einem extrem kleinen, aber hochmotivierten Team von knapp 60 Festangestellten inklusive Technik, Gastronomie und eigenem Call-Center. Dazu kommt ein sehr großen Kreis von freien Mitarbeitern und Aushilfen, die bei Bedarf eingesetzt werden.

Mölich-Zebhauser: "Wir investieren viel in die Werbung und halten den Grundsatz hoch: Mittelmaß ist der Tod! Wir stehen immer noch in der Aufbauphase und werden das auch noch weitere Jahre sein. Im Inhaltlichen habe ich mich verabschiedet von dem anfänglichen Anspruch, Premierenhauptstadt Europas zu sein. Es geht mir nicht um Glanz und Schickimicki: Wir sind exklusiv, aber nicht elitär."
Mölich-Zebhauser: "Wir investieren viel in die Werbung und halten den Grundsatz hoch: Mittelmaß ist der Tod! Wir stehen immer noch in der Aufbauphase und werden das auch noch weitere Jahre sein. Im Inhaltlichen habe ich mich verabschiedet von dem anfänglichen Anspruch, Premierenhauptstadt Europas zu sein. Es geht mir nicht um Glanz und Schickimicki: Wir sind exklusiv, aber nicht elitär."

Foto © Wolfgang Peter



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